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Erfolgreich investieren im Biotech-Sektor

Anlegen Die Biotechnologie gilt als eine der wichtigsten Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts. Investitionen können sich lohnen – bergen aber auch Risiken.

Gerold Brütsch-Prévôt

Gerold Brütsch-Prévôt

Was bedeutet «Biotechnologie»? Darunter versteht man eine interdisziplinäre Wissenschaft, die sich mit der technischen Nutzung von biologischen Systemen und lebenden Organismen sowie deren Stoffwechselprodukten befasst. Herzstück der modernen Biotechnologie ist die Gentechnik. Sie befasst sich mit der gezielten Veränderung der Erbanlagen und findet heute vor allem in der Medizin, aber auch in industriellen und landwirtschaftlichen Bereichen Anwendung. Im Mittelpunkt der medizinischen Biotechnologie stehen die Entwicklung und Verbesserung von Arzneimitteln und Diagnostika.

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Starke Fundamentaldaten der Biotech-Unternehmen

Neue Medikamente für Patienten, steigende Gewinne der Unternehmen und ein Branchenindex an den Kapitalmärkten, der sich in wenigen Jahren vervierfachte: Wer in den Boomjahren seit 2011 in den Biotechnologiesektor investierte, konnte viel Geld verdienen. Auch wenn der Sektor aufgrund einer Debatte über die Regulierung der Arzneimittelpreise in den USA im September an Boden einbüsste, verfügen die Biotech-Unternehmen über unverändert solide Fundamentaldaten: Es ist mit weiteren Medikamentenzulassungen sowie wichtigen klinischen Studienresultaten zu rechnen. Dabei haben die Unternehmen die Nase vorn, die sich durch ihre Innovationskraft auszeichnen, die auf einen hohen ungedeckten medizinischen Bedarf reagieren und nach intensiven Forschungsaktivitäten Neuprodukte auf den Markt bringen.

Entlastung des Gesundheitswesens

Das Forschungsfeld der Biotechs ist vielfältig, so zeichnen sie sich durch medizinische Durchbrüche in der Krebsforschung, im Bereich Seltene Krankheiten, aber auch bei Infektions- und Viruskrankheiten aus. Ein Beispiel ist das Hepatitis-C-Medikament Sovaldi. Das Medikament wurde Ende 2013 in den USA zugelassen. Der Wirkstoff führt bei nahezu allen Patienten nach drei Monaten zur dauerhaften Heilung von dieser Virusinfektion, die bisher als unheilbar galt. Das wiederum führte zu den entsprechenden Kosteneinsparungen bei den Krankenkassen und den staatlichen Spitälern. Umgekehrt verdankt die US-Herstellerin Gilead Sciences diesem Medikament einen massiven Gewinnsprung.

Experten beurteilen das Risiko

«Immer mehr Biotech-Unternehmen erreichen die Profitabilität. Dank voller Entwicklungs-Pipelines wird sich dieser Trend fortsetzen», sagt Dr. Daniel Koller, Head Management Team der an der Schweizer Börse kotierten Beteiligungsgesellschaft BB Biotech. Doch erfolgreiche Investitionen im Biotech-Sektor erfordere eine Kombination aus wissenschaftlicher, medizinischer und finanzwirtschaftlicher Expertise. Insbesondere die Entwicklungsphase eines neuen Produkts berge hohe Risiken, die von Laien kaum abgeschätzt werden könnten. Deshalb sind die mit dem Management des Portfolios betrauten Investment-Spezialisten bei BB Biotech immer auch Experten in Bereichen wie Biochemie, Molekularbiologie, Physik, Ökonomie oder Medizin und werden in ihrer täglichen Arbeit durch einen renommierten Verwaltungsrat unterstützt.

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Rendite im zweistelligen Bereich

Aus Anlegersicht empfiehlt es sich daher, die Risiken über die Auswahl von mehreren Unternehmen zu streuen. BB Biotech ist mit seinem auf 30 bis 35 Firmen breit diversifizierten Beteiligungsportfolio gut positioniert, um an diesem Wachstum überproportional zu partizipieren. Das entsprechende Umsatzplus der Medikamentenentwickler im Portfolio von BB Biotech wird auf mehr als 20 Prozent geschätzt – und liegt damit über dem erwarteten Branchendurchschnitt.