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Das eigene Haus, ein Traum vieler Schweizer.

Immobilien als lukratives Geschäft

Vorsorgen Wer träumt schon nicht vom Eigenheim? Rund 40 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer haben sich diesen Traum bereits erfüllt. Für viele von ihnen ist dies jedoch bloss der Anfang einer «Immobilien-Karriere».

Miriam Dibsdale

Der Traum vom Eigenheim ist so alt wie die Menschheit selbst. Allem Anschein nach lebt es sich in den wirklich eigenen vier Wänden eben doch noch eine Spur schöner, angenehmer und vor allem zufriedener, als wenn diese Wände bloss gemietet wären. In der Schweiz hat die Wohneigentumsquote mit rund 40 Prozent im vergangenen Jahr einen historischen Höchststand erreicht. 40 Prozent der Schweizer besitzen also ihr eigenes Heim. Viele von diesen Eigenheimbesitzern sehen in weiteren Immobilien-Investitionen ihre Zukunft. Und dies mit gutem Grund.

 

«Die letzten Jahre haben gezeigt, dass Immobilien generell an Wert gewinnen und bei der aktuellen Zinslage auch attraktive Renditen erzielen», erklärt Stefan Schärer, Director der Internet-Immobilienplattform ImmoScout24, diesen Trend. Zusätzlich steige die Befürchtung, dass das Schweizer Vorsorge-System in 20 bis 30 Jahren eventuell nicht mehr so stabil sei, was das Vertrauen in eine physisch vorhandene Immobilie noch zusätzlich stärke.

 

Diverse Möglichkeiten

Ob dieser Run auf Immobilien im Endeffekt die richtige Strategie ist, wird die Zukunft zeigen. Fakt ist, dass jenen Eigenheimbesitzern, die verstärkt im Immobiliensektor investieren wollen, diverse Möglichkeiten offen stehen. «Neben der direkten Anlage gibt es auch die indirekte Anlage in Immobilien-Fonds und –Gesellschaften», erklärt Schärer. Wichtig dabei sei die Diversifikation und dass man den eigenen Investitionsgrundsätzen treu bleibe, was Rendite, Lage und Qualität der Objekte anbelange. Damit man die geeigneten Objekte überhaupt finde und auch bekomme, müsse man derweil den Markt kennen, analysieren und laufend beobachten, gibt Schärer zu bedenken.

 

Was die unmittelbare Zukunft des «fortgeschrittenen Immobilienbesitzers» betrifft, sieht der Fachmann durchaus noch Steigerungspotential. «Solange die internationale Finanzmarktsituation eher unsicher ist und bleibt und wir zugleich weiterhin tiefe Zinsen in der Schweiz haben, wird dieser Anteil der Eigenheimbesitzer wohl tendenziell weiterhin wachsen», sagt Schärer. Sollte es aber zu einer spürbaren Zinswende kommen, so werde dieser Anteil auch schnell und massiv wieder abnehmen.