Lebensversicherung

Für wen sich eine Lebensversicherung lohnt, hängt von diversen Faktoren ab.

Lebensversicherung – wie geht man vor?

Vorsorgen Früher oder später stehen wir alle vor dieser Frage: Lebensversicherung ja oder nein? Ob bei Heirat, Hausbau, vor der Geburt des ersten Kindes. Meist ist es die eigene Versicherung, die einen dazu motiviert, sich zumindest Gedanken darüber zu machen. Doch nicht immer ist eine Lebensversicherung zwingend nötig.

Miriam Dibsdale

Das eigene Leben ist ein kostbares Gut. So, wie die eigene Familie. Da es aber Konstellationen gibt, die man nicht voraussehen kann, erschuf man die Lebensversicherung. Damit versichert man sein Leben. Oder besser gesagt: Man sorgt vor, dass die Familie im Falle des plötzlichen Ablebens finanziell abgesichert ist. Schliesslich möchte dafür gesorgt sein, dass das hart ersparte Einfamilienhaus im Besitze seiner Liebsten bleibt. Die Gretchenfrage dabei lautet, wann der richtige Zeitpunkt für eine Lebensversicherung ist. Und ob überhaupt. Denn sie ist nicht in jedem Fall zwingend.

 

Analyse der Vorsorgeleistungen

Dies sieht auch Karl Flubacher vom VZ Vermögenszentrum so. «Den Todesfall zu versichern lohnt sich nur, wenn Personen existieren, die finanziell abhängig sind. Also Ehepartner und Kinder.» Eine ledige, kinderlose Person sollte keinen Todesfall versichern. Doch ist in jedem Fall, wenn Kinder und Ehepartner existieren, eine Lebensversicherung zwingend? «Nein. Wichtig ist eine Analyse der Vorsorgeleistungen», so Flubacher. «Die Analyse soll zeigen, ob man einen zusätzlichen Schutz gegen Tod und / oder Invialidität benötigt.» Falls ja, könne man sich überlegen, eine reine Risikoversicherung einzugehen. Für die Analyse bestellt man bei AHV und Pensionskasse Auszüge. Diese zeigen, welche Leistungen bei Tod und Invalidität entrichtet werden. Dabei gilt zu beachten, dass die Altersleistungen voraussichtlich sind, also nicht garantiert in dieser Höhe ausbezahlt werden. Verzinsung und Umwandlungssatz spielen dabei eine Rolle. «Wir raten daher, einen dynamischen Finanzplan zu erstellen und alle Faktoren zu berücksichtigen.» Faktoren wie z.B. Steuern, Vermögen oder Inflation.

 

eine Überlegung wert

Bei einer reinen Risikoversicherung vereinbart man mit der Versicherung einen fixen Betrag, der im Todesfall an die Hinterbliebenen ausbezahlt wird. Die Optionen dafür sind vielfältig. So kann eine Einmaleinlage einbezahlt oder eine Police mit Jahresprämie gewählt werden. Zudem gibt es Policen mit garantiertem Zins oder solche, die abhängig von Entwicklung und Guthaben sind. So oder so: Da es bei jeder dieser Optionen keinen Sparanteil gibt, ist die Prämienhöhe relativ niedrig. Jedoch zahlt man nur für den «Fall der Fälle».