Online Trading

Mit Online Trading Gewinne einfahren? Das ist möglich, setzt aber Wissen voraus.

Online Trading: Mehr als nur ein Trend

Inspiration Dass auch Quereinsteiger Erfolg im Online Trading haben, zeigt die Erfolgsstory des Japaners mit dem Pseudonym CIS. Noch im Schlafanzug verdiente der unbekannte Einzelgänger umgerechnet über eine Million Franken.

Miriam Dibsdale

Der smarte Trader wird vorgestellt als jemand, der tagelang vor den Bildschirmen verharrt, um Linien und Kurven zu entziffern. Zwar braucht es neben Wertpapierdepot und Referenzkonto eine Affinität zum Internet und Computerkenntnissen. Aber der Trend geht hin zum Banking und Trading als Online Geschäft, das sich einfach und schnell auch von unterwegs erledigen lässt, wie Richard Dratva, Strategiespezialist von Crealogix, schreibt.

 

Die Preisunterschiede der Gebühren sind gewaltig

Die Gründe fürs Online-Trading liegen auf der Hand: Das Internet vereinfacht die Verwaltung der Bankgeschäfte zusehends und viele Banken bieten ihren Anlegern den direkten Zugang zu den Börsenmärkten. Ganz am Anfang steht bei der Entscheidung für das Online-Trading die Frage, ob man auf eine Beratung, die Universalbanken im Vergleich zu reinen Online-Broker anbieten, verzichten möchte – denn Online-Trader sind zumeist auf sich gestellt und sozusagen Einzelkämpfer. Klarheit in den Gebührendschungel bringt die Wahl zwischen Trading-Profilen wie beispielsweise Wenig-, Gelegenheits- oder Vieltrader, die reine Online-Broker anbieten. Den Unterschied machen die Anzahl der Transaktionen und das gehandelte Volumen. An Kosten fallen die Courtagen an, die eine Vermittlungsgebühr für die Transaktionen sind, sowie die eidgenössischen Umsatzabgaben und die Depot- und Postengebühren. Am Ende können die Einsparungen jedoch beträchtlich sein: Ist die Wahl auf einen reinen Online-Broker gefallen, sind die Gebühren unter Umständen bis zu zehnmal niedriger als bei einer Bank mit Rund-um-Service.

 

mehr als kurzfristiges Spekulieren

Das Online-Trading hat den Zugang zu den Börsenmärkten stark vereinfacht und holt den Parketthandel in die Wohn- und vielleicht auch Schlafzimmer. Doch vor allem angesichts der nicht enden wollenden Niedrigzinsphase im europäischen Wirtschaftsraum überlegen sich auch Kleinanleger, ihre Finanzinvestitionen selbst in die Hand zu nehmen und aktiv zu gestalten.

 

Das Einrichten eines vorläufigen Demokontos erscheint gerade dann sinnvoll, wenn die Investitionsstrategie auch riskantere Geschäfte wie den Tageshandel mit Devisen umfassen soll. Neueinsteiger sollten sich davor hüten, ihre Wertpapiere ständig hin- und herzuschaufeln und eine wichtige Börsenweisheit beachten, damit nicht gleich «die Taschen leer» sind. Das Trading-Profil und die Bereitschaft, sich sowohl Zeit für die Beobachtung der Märkte einzuräumen als auch Risiko zu übernehmen, bilden ein wichtiges Dreieck in der Entscheidung für das Online Trading.

 

Vor dem Abschluss des Millionendeals hatte sich der japanische Trader Cis über zehn Jahre hinweg Kapital beschafft und als Daytrader bereits mehr als eine Million Trades hinter sich gebracht. Bis es zu seinem «Millionendeal im Schlafanzug» kam, hatte er aber beinahe sein Studium riskiert und sich in japanischen Spielhöllen die Nächte um die Ohren geschlagen. Dass das hiesige Online-Trading nicht den «Helden in Schlafanzügen» vorbehalten bleibt, ist die grosse Neuerung am vereinfachten Börsenhandel, der an Attraktivität zukünftig noch zulegen wird.